Wie angenehm es ist sich in einem Raum aufzuhalten, in dem es duftet! Der Geruch von Sandelholz, Weihrauch, Benzoe oder Patchouli weckt angenehme Empfindungen. Durch das Abbrennen von Räucherstäbchen kann ganz einfach eine Stimmung der Gemütlichkeit und des Wohlbefindens unterstützt werden und der Raum erfährt eine Reinigung. Das Einatmen des duftenden Rauches kann unmittelbar Kraft und Konzentration geben und ein Gefühl der Feierlichkeit verbreiten. Diese enge Verbindung von Geist und Geruch kommt vom Zusammenhang unseres Riechorgans mit dem Teil des Gehirns, in dem unsere Instinkte, Erfahrungen und Gefühle sitzen.

Da wundert es nicht, dass unsere Vorfahren auf der ganzen Welt die besondere Kraft des Rauchs und der Düfte in vielfältigen Traditionen des Räucherns (ob mit Hölzern, Harzen, Gräsern oder eben Räucherstäbchen) schon vor tausenden von Jahren nutzten. Dem Rauch, der beim Verbrennen von Weihrauch, Wacholder oder anderen Gräsern und Hölzern entsteht, wurde eine reinigende Wirkung nachgesagt. Sie sollte den Geist bei der Erhebung in meditative Zustände unterstützen.

Archäologisch Funde zeigen, dass schon im 4./3. Jahrtausend v.Chr. im Alten Ägypten Weihrauch verwendet wurde. Die Harzperlen des Weihrauchbaumes galten als heilig und ihr Rauch als Duft der Götter, der nur ganz bestimmten Personen und Zeremonien vorbehalten war. Auch die Indianer Nordamerikas verwendeten und verwenden rauchende Salbeibündel und Graszöpfe bei den Schwitzhüttenzeremonien um die Teilnehmenden zu reinigen, bevor sie die Schwitzhütte betreten. Im Christentum werden bei festlichen Gottesdiensten und Andachten der Altar, die Priester, die Holstein und die Gemeinde beweihräuchert. In unzähligen Kulturen, Ritualen und Traditionen wird das Räuchern praktiziert! So vielfältig wie die Riten sind, bei denen Räucherwerk zum Einsatz kommt, so vielfältig sind auch die Stoffe, die verbrannt werden. Neben Weihrauch sind es im Fernen Osten vor allem Sandelholz, Wacholder, Aloe und Benzoe, die in den traditionellen Geruchsmischungen für Räucherstäbchen enthalten sind. In Indien, China, Japan und den angrenzenden Ländern Tibet, Bhutan und Vietnam werden Räucherstäbchen zu hunderten als Opfergabe verbrannt. Ihr Rauch soll die Götter ernähren und sie gnädig stimmen, die Wünsche der Betenden und Meditierenden zu erfüllen.

Etwas von dieser reinigenden und erhebenden Wirkung, die dem Räuchern seit jeher nachgesagt wird, können Sie auch beim Abbrennen von Räucherstäbchen zuhause erleben. Der Rauch füllt den Raum wie Licht. Das Einatmen, selbstverständlich und sinnlich zugleich, lässt Sie im Moment präsent werden und erfüllt Sie vielleicht mit Wohlbefinden und guter Energie. Mehr über die unterschiedlichen Traditionen des Räucherns können Sie hier erfahren

  • Ägypten
  • Räuchern in der Bibel, im Judentum und Christentum
  • römische Kulte
  • Orient
  • Ferner Osten
  • Ayurvedisches Räuchern
  • Räuchern bei den Kelten und Germanen
  • Räuchern bei den indigenen Völkern Nordamerikas